Hat nicht jeder von uns seine ganz persönlichen Horror-Szenarien, die er niemals am eigenen Leib erfahren möchte?
Eine meiner größten Ängste seitdem ich stolze Besitzerin eines Führerscheins bin, ist gestern Abend Realität geworden: Mein Wagen hat mitten auf der A3 angefangen zu ruckeln und ist schließlich abgesoffen… Ich konnte mich gerade noch so auf den rettenden Standstreifen manövrieren – natürlich nicht ohne, dass der Motor noch zwei oder drei Mal (gefühlt eher 20-30 Mal) aus ging. Selbstverständlich mit passender Beleuchtung. Hab ich schon mal erwähnt, dass ich diese Kontrolllämpchen im Auto hasse?
Da stand ich also nun auf dem Standstreifen, circa 50m hinter der letzten Ausfahrt und circa 100m vor einer Einhausung und hörte den nachkommenden Verkehr an mir vorbeirauschen. In diesem Moment schoss mir alles durch den Kopf, was ich jemals über das liegen bleiben auf der Autobahn gehört hatte und leider hatte ich das Meiste davon entweder in den Abendnachrichten oder im Verkehrsservice diverse Radiosender gehört und jedes mal ging es da um den nachkommenden Verkehr, der in ein Pannenfahrzeug gekracht ist. Also, erster Impuls: Auf den Beifahrersitz rüber klettern, raus aus dem Auto und ab mit mir hinter die Leitplanke! Und dann? Achja, da war ja noch was mit Warndreieck aufstellen. Ok, erledigt und wenn ich mich hier gerade eh so todesmutig an meinem Kofferraum zu schaffen mach, dann kann ich ja endlich mal diese wahnsinnig schicke orangefarbene Warnweste anziehen, die ich mir damals – kurz nach dem Kauf meines ersten Autos – gekauft hab. BTW: Das wird garantiert nicht mein Outfit der Woche!
So, wen ruft man in so einer Situation denn am besten an? Den Schrauber meines Vertrauens, der mir aber leider aus der Ferne auch nur den Rat geben konnte: “Versuch irgendwie von der Autobahn runter zu kommen.” Ach nee, echt? Ist doch gerade so gemütlich hier
. Nächste Idee: Mama! Mütter wissen doch immer, was zu tun ist, oder? Nur doof, dass meine wohl gerade anderweitig telefonierte und ich deswegen nur ein in dieser Situation ziemlich unbefriedigendes “tut-tut-tut” zu hören bekam.
Gerade noch rechtzeitig bevor mein Handy-Akku sich ein Beispiel an meinem Auto nehmen und auch den Geist aufgeben konnte, erreichte ich ihn dann doch noch: Meinen strahlenden Engel, der es endlich geschafft hatte sein Handy anzumachen und der mir dann einen Abschleppwagen geschickt hat, der mich endlich – nach einer knappen Stunde Wartens hinter der Leitplanke – abgeholt hat.
Und das Ende vom Lied: Ich sitze jetzt hier zu Hause und mein Auto steht gute 30km weit weg und wartet darauf, das ich es mithilfe des Abschleppseils meines Onkels abhole und dann zum Schrauber meines Vertrauens bringe, damit der sich das Elend mal ansehen kann.
März 18, 2010 um 9:12 am
Oh je, du Arme! Das wäre auch mein persönliches Horror-Szenario… Zum Glück ist alles gut gegangen und dir ist nichts passiert.
Gestern war wohl kein guter Tag für Frauen und Autos: der Frau eines Arbeitskollegen ist mitten auf der Autobahn das Benzin ausgegangen und musste abgeschleppt werden… Und ich bin gestern Abend beim Nachhausefahren vom Englisch doch tatsächlich über Rot gefahren! (Dazu muss ich sagen, dass diese Ampel sonst immer grün ist! Es gibt eigentlich auch keinen Grund, dass sie auf Rot schaltet, da es dort keinen Gegenverkehr, Zebrastreifen o.ä. gibt.)
März 18, 2010 um 9:38 am
Oh… Ich hoffe, dass das keine Blitzer-Ampel war!
März 21, 2010 um 2:18 pm
[...] Wenn Albträume wahr werden…Outfit der Woche 17Outfit der Woche [...]